Unterbringung
Das Hotel verfügt über 61 Nichtraucherzimmer mit folgender Ausstattung:
- Bad oder Dusche/WC
- Föhn
- Klimaanlage
- Minibar
- Safe (inklusive)
- Sat-TV
- Telefon
- Internetanschluss
Parkplatz
Ihr Wagen oder das Motorrad stehen während Ihres ganzen Aufenthaltes sicher auf dem Hotelparkplatz, als wären Sie hier zu Hause, und das selbstverständlich gratis. Fahrräder stehen ebenfalls zur Verfügung.
Hotelausstattung
- Gemeinschaftsräume
- Sitzungszimmer
- Restaurant
- American Bar
- Dachgarten
Verpflegung
- Erweitertes kontinentales Frühstücksbuffet
Lucca
Lucca ist eine italienische Stadt in der Toskana und Hauptstadt der Provinz Lucca. Sie liegt im Tal des Flusses Serchio ca. 20 km nordöstlich von Pisa und 20 km östlich der toskanischen Küste. Ihre Befestigungsanlagen werden von 4 Toren durchbrochen, die 1504 begonnen und 1645 fertiggestellt wurden und die lange zu den bemerkenswertesten Italiens zählten. Sie sind heute noch gut erhalten und tragen eine von Bäumen gesäumte Promenade. Die Stadt hat ca. 80.000 Einwohner.
Duomo San Martino
In direkter Nähe zur südlichen Stadtmauer in Lucca (Italien) liegt der Domplatz mit dem Duomo San Martino aus dem ausgehenden 12. Jh. (1196-1204). Die dreischiffige Kirche hat ein zweischiffiges Querhaus. Die Emporen des Langhauses sind nicht belichtet.
Die Fassade von San Martino gehört zur ältesten Bauperiode (Baumeister: Guidetto da Como). Normalerweise werden die Kirchen eher von Osten nach Westen gebaut und die Fassade gehört zu den letzten Bauteilen. Diese hier wurde bereits im beginnenden 13. Jahrhundert mit dieser gestuften Arkadenreihe geschaffen, die als Dekorationsschicht vor der eigentlichen Fassadenmauer steht (vergl. Dom in Pisa). Es dürfte eine der ersten Formen dieser Idee nach dem Pisaner Vorbild sein. Die Fassade ist mit der Vorhalle ein
eigener Bauteil, der auch heute noch sichtbar von dem dahinter liegenden Kirchenbau getrennt ist. Insgesamt wurde die Vorhalle 1233-57 mit plastischem Schmuck ausgestattet.
Lucca hat mit seinen Fassadengestaltungen eine ganz eigene Richtung genommen und diese Fassaden zu einer eigenen Schauwand werden lassen, die höher sein kann, als der Kirchenraum dahinter.
Besonderer Wert wurde dabei auf die Gestaltung der Säulen gelegt, die nicht einheitlich sind, sondern möglichst alle verschieden. Die rechte Ecksäule des obersten Fassadengeschosses ist eine sog. Knotensäule. Eine solche Säule hatte im Mittelalter apotropäische Bedeutung, d.h. sie sollte Unheil abwehren durch Zauberzeichen. Die Verknotung einer Doppelsäule in der Mitte galt als ein solches Zauberzeichen. Auch später wurde noch mit solchen Mitteln gearbeitet. Bei den gotischen Kathedralen waren
beispielsweise die Wasserspeier fast regelmäßig in der Gestalt von Ungeheuern geformt - aus dem gleichen Grund.
An den Säulen und den Wandflächen ist jede Möglichkeit zu einer feinen Ornamentik genutzt wurde, deren Motive wahrscheinlich aus der Teppichwebekunst stammen.
Die Chorpartie des Domes hat das Gliederungsschema der Fassade in etwa aufgegriffen. Auch hier wird die Tendenz deutlich, wenn auch nicht so schön und morgenländisch wie in Pisa, das ganze Gebäude mit aufgeblendeten Bogenstellungen zu umziehen.
Im Innenraum ist vor allem ein Kunstwerk erwähnenswert, der Sarkophag der Maria del Caretto von Jacopo della Quercia (1374-1438) aus der Zeit um 1406.
Chiesa di San Michele in Foro
San Michele in Foro, St. Michael auf dem Forum - dem alten römischen Marktplatz, ist die zweite bedeutende Kirche in Lucca nach dem Dom. Auch sie stammt aus dem 12. Jh. (ab 1143). Baumeister war Diotisalvi (Major: Guidetto da Como).
Die Außenverkleidung und die Fassade wurden ab 1200 für ein höher geplantes Mittelschiff gebaut, zu dem es dann nicht kam - daher die überproportionale Höhe der Fassade im Vergleich zum Kirchenbau dahinter.
Im ausgehenden 13. Jahrhundert wurden die Mittelschiff- und Seitenschiff-Wände nachträglich aufgemauert. An den beiden Außenseiten des Langhauses entstand dadurch eine Neuerung in der toskanischen Architektur. Das untere Geschoss ist genauso gestaltet wie bei den Kirchen in Pisa und Lucca bisher, nämlich mit einer aufgeblendeten Bogenstellung. Darüber aber gibt es jetzt keine Aufblendung mehr, sondern das, was bisher nur an den oberen Fassadengeschossen schon durchgeführt worden war: eine gesondert vor die
Kirchenwand gesetzte Dekorationsschicht - eine Zwerggalerie.
Durch diese Übertragung des Fassadenprinzips auf die Langhauswand wird der einheitliche Gesamteindruck der Kirche betont und die bisher übliche Diskrepanz verhindert zwischen der ‚strahlenden’ Frontseite und den ‚schlichten’ anderen Kirchenwänden.
Die Fassade zeigt - wie schon die des Domes - eine reiche Gliederungsvielfalt in den Säulen, den Zwickelzonen und den Gesimsen. S. Michele in foro ist eines der prächtigsten Beispiele dieser typisch toskanischen Bauform.
Auch hier steht rechts außen eine Knotensäule, daneben zwei Säulen, deren Schäfte aus Figuren gebildet sind. Über den Kapitellen befinden sich Plastiken von Köpfen. Die Kapitelle selber zeigen teilweise Tier- und Pflanzenformen. Diese ungeheuere Formenvielfalt hat in zahlreichen Details ebenfalls symbolische Bedeutungen.
Chiesa di San Frediano
San Frediano ist eine romanische Kirche in Lucca.
Die Fassade geht ausnahmsweise nicht nach Westen, sondern nach Osten, weil damals in direkter Nähe eine neue Stadtmauer gebaut worden war und man die Fassade nicht gegen diese Mauer gehen lassen wollte. Die Kirche wurde zu Beginn des 12. Jahrhunderts (1118-1147) erbaut und im 13. Jh. wurden die Langhausmauern um 3,30 Meter erhöht, weshalb nun auch die Fassade nach oben gezogen werden musste. So entstand ein merkwürdiger Aufbau auf dem unteren Fassadenteil, der mit einem Mosaik der „Himmelfahrt Christi“
versehen wurde (von diesem Mosaik ist nicht mehr alles original erhalten. Im 19. Jh. musste es stark ergänzt werden). Der untere Teil steht in der älteren Tradition der einfachen Flächenfassaden.
Der Campanile wurde von 1112-1147 errichtet. Er steht nicht vor der Hauptfassade, sondern an der Ostseite.
Der Innenraum bietet trotz oder wegen der späteren Veränderungen das Bild einer reinen, herben Romanik. Im Mittelschiff stehen Höhe und Breite im klassischen Verhältnis 2:1 wie im Dom von Pisa. Hier ist noch jener Eindruck der frühchristlichen Kirchen spürbar, in denen zwischen den Erdgeschossarkaden und der Fensterzone ein breiter Wandstreifen übrig bleibt, der mit Mosaiken bedeckt wurde, wie das heute noch am eindringlichsten in Ravenna zu sehen ist.
Im Seitenschiff direkt rechts am Eingang ist eine Taufkapelle und ein Taufbecken aus der Mitte des 12. Jhs. zu sehen. Eigentlich sollten die Taufkapelle außerhalb der Kirche stehen, damit kein Ungetaufter ins Kircheninnere kommt. Aber auch zu dieser Regel gibt es Varianten, hier also das Taufbecken in direkter Nähe zum Eingang im Inneren. In Lucca existieren keine Baptisterien. Deutlich ist zu erkennen, dass der Taufbrunnen in der Bekrönung seines Innenbeckens große Ähnlichkeit zur Dachform des Pisaner
Baptisteriums aufweist.