
4-Tage-Städtereise
In Lissabon treffen Geschichte und Gegenwart in einer spannenden Symphonie aufeinander. Die multikulturelle Atmosphäre der Hafenstadt, deren alte Docks zu hippen Restaurants und Discos umgewandelt wurden, ist deutlich spürbar. Portugals Hauptstadt hann mit Prachtstraßen, Fado-Melancholie, Kaffeehaustradition und jungen Shops hinter gediegenen Fassaden aufwarten.
Portugal
Die Portugiesische Republik (República Portuguesa) ist ein Staat im Südwesten der iberischen Halbinsel. Er wird im Westen und Süden vom atlantischen Ozean, im Osten und Norden von Spanien begrenzt. Daneben gehören zum portugiesischen Staatsgebiet die Inselgruppe der Azoren und Madeira. Westlich der Hauptstadt Lissabon liegt Cabo da Roca, der westlichste Punkt des europäischen Festlands. Und mit dem Cabo St. Vincent kennzeichnet Portugal auch die südwestlichste Spitze des europäischen Festlands.
Obwohl es sich eher um ein kleines Land handelt, besitzt es eine viele geographische Eigenheiten mit starken Kontrasten zwischen Flachlandzonen und bergigen Gebieten. Liebhaber romantischer kleiner Orte mit blendend weißen Gassen und Fans von Schlössern und Burgen kommen ebenso auf ihre Kosten wie diejenigen, die den Anblick schroffer Steilküsten lieben oder gern an weiten, sonnigen Stränden entspannen. Portugal kann in punkto Sehenswürdigkeiten mit seinem großen Nachbarn Spanien mithalten.
Das Land ist in 20 Provinzen aufgeteilt, einschl. der Insel Madeira und der Azoren (autonome Regionen), die etwa 1220 km westlich von Lissabon liegen. Die Flüsse Douro, Tejo und Guadiana entspringen in Spanien und fließen nach Portugal, wo sie in den Atlantik münden. Der Norden Portugals ist bergig. Die Serra da Estrela, das höchste Gebirge, ist ein beliebtes Skigebiet. Südlich von Lissabon erstrecken sich die endlosen Ebenen der Alentejo-Region. Zwischen Alentejo und der Algarve an der südlichen Küste
verläuft eine Gebirgskette. Die Algarve gehört zu den beliebtesten Feriengebieten mit breiten Sandstränden und einsamen Buchten.
Das Klima in Portugal ist in den einzelnen Regionen sehr unterschiedlich und wird durch das Landschaftsprofil, den Breitengrad und die Nähe zum Meer beeinflusst, was besonders an der Algarve zu milden Wintern führt. In der Umgebung von Porto, in Nordportugal und in der Region Beiras, besonders in den Gebieten nahe der spanischen Grenze, sind die Winter am kältesten, obgleich die Temperaturen im Vergleich zum übrigen Europa moderat ausfallen. Vereinzelt fällt Schnee, am häufigsten in der Serra da Estrela,
wo der höchste Gipfel von Kontinentalportugal (1991 m) liegt und sogar Wintersport wie Skifahren möglich ist.
Die Sommer sind besonders im Landesinneren (im Nordosten der Region Trás-os-Montes und im Alentejo) heiß und trocken. An der Küste ist die Hitze aufgrund des maritimen Einflusses moderat. Im Herbst gibt es häufig sonnige Tage mit milden Temperaturen. Fallen diese auf den Anfang des Monats November, so werden sie vom Volksmund als"„Sankt-Martins-Sommer" bezeichnet, da am 11.11. der Festtag dieses Heiligen gefeiert wird.
Die portugiesische Küche ist mannigfaltig, sie folgt in mancher Hinsicht der iberischen Tradition, darüber hinaus nahm sie jedoch viele Elemente aus den kolonisierten Gebieten auf. Nach der maurischen Herrschaft über Portugal blieben auch viele nordafrikanische Einflüsse erhalten, dazu gehören der starke Gebrauch von Zucker, Zimt, Gewürzen und Eidotter.
Als Nationalgericht Portugals gilt der Bacalhau. Bereits seit dem 13. Jahrhundert spielte diese Art Trocken- und Salzfisch in der Ernährung der Portugiesen eine bedeutende Rolle. Heute sagt man, dass es in der portugiesischen Küche ein Bacalhau-Rezept für jeden Tag des Jahres gibt. Sardinen, im 16. Jahrhundert das billigste Nahrungsmittel im Land, sind auch heute ein traditionelles Essen (Sardinhas Assadas). Zahlreiche weitere Gerichte wie Caldeirada, Amêijoas à Bulhão Pato, Rissóis de Camarão oder Arroz
de marisco unterstreichen die Bedeutung von Fisch und anderen Meeresprodukten in der portugiesischen Küche.
Typisch sind weiters Suppen wie Caldo verde, eine Grünkohl-Kartoffelsuppe aus dem portugiesischen Kohl Couve-galega, die typischerweise mit Broa (Maisbrot) und Chouriço serviert wird, oder die Sopa alentejana mit Brot, Ei, Koriander, Knoblauch und Olivenöl. Fleisch wurde im Mittelalter Portugals nur sehr wenig gegessen, trotzdem sind Würste (enchidos) verbreitet und es gibt einige berühmte Fleischgerichte wie Cozido à portuguesa oder das populäre Schnellgericht Francesinha. Weiters gibt es eine lange
Tradition in der Käserei, nennenswert sind Queijo do Pico, Queijo Serra da Estrela oder Queijo de Azeitão.
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