Uniquestay Hotel

Das 3***Uniquestay Hotel ist ein modernes, komplett renoviertes Hotel mit vielen Design-Elementen, am Rande der Altstadt.


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Uniquestay Hotel En detalle

Unterbringung
Das Hotel verfügt über 92 trendy Zimmer mit folgender Ausstattung:

  • TV
  • Direktwahl-Telefon
  • kostenfreier Internetzugang
  • Klimaanlage
  • Safe
  • Kaffee-/Teebereiter
  • Wohlfühl-Zimmer mit Minibar, Whirlpool und von der NASA entwickeltem gravitationsfreien Relax-Stuhl buchbar

Hotelausstattung
  • Rezeption 24-Stunden besetzt
  • Restaurant
  • Café
  • Sauna
  • Business-Center
  • Konferenzeinrichtungen
  • Parkplatz
  • Concierge- Service
  • Zimmer-Service

Verpflegung
  • Frühstücksbuffet

Tallinn
Der nordöstlichste Punkt des mächtigen Hansebundes war die alte Handelsstadt Reval, die heutige estnische Hauptstadt Tallinn. Reval hatte eine Schlüsselstellung für den Handel des Westens mit dem Russischen Reich und weiter Richtung Osten inne. Einen herausragenden Platz unter den Hansestädten nahm Reval aufgrund eines einzigartigen Privilegs ein: sämtliche vorbeikommende Waren mussten vor den Toren der Stadt gestapelt werden. Revals Kaufleute verdienten so am erzwungenen Zwischenhandel zwischen Ost und West. Schnell wurde die Stadt zur Festung, mit 35 Türmen bewehrt.

Wesentlichen Anteil an der Stadtgeschichte hatte die Bruderschaft der Schwarzhäupter, eine Vereinigung von unverheirateten Kaufgesellen, die später als Mitglieder der Großen Gilde in das Patriziat der Stadt aufsteigen konnten. Heiko Petermanns Film erzählt die exemplarische Geschichte eines solchen Aufstiegs: Hans Pawels, der 1460 nach Reval kam, machte seinen Weg als angesehener Handelsherr ins Rathaus. Von dort ergingen Aufträge an die bedeutendsten Künstler der Zeit: Der Lübecker Meister Bernt Notke etwa schuf den Revaler Totentanz. Zu Hans Pawels' Lebenszeit besaß Reval das Handelsmonopol in Richtung Osten. Pelze, Getreide und Wachs wurden gegen Tuch und Salz getauscht, in den Lagerhäusern hortete man im Herbst das billige Getreide, um es im Frühjahr in Zeiten des Hungers teuer zu verkaufen. 200 Jahre später musste sich Reval den Zaren in Moskau zwar unterwerfen. Doch es behielt seine Handelsprivilegien - wieder ein Sieg für die Handelsherren und ihre prächtige Stadt.

Tallinn - Sightseeing im hohen Norden
Es muss nicht immer Italien sein. Auch der hohe Norden wartet mit kulturellen Schätzen auf. Estlands Hauptstadt zum Beispiel zeichnet sich nicht nur durch ihre schöne Lage am finnischen Meerbusen aus. Die Altstadt der Ostsee-Metropole gehört zu den schönsten Nordeuropas.

Hässliche Plattenbauten, heruntergekommene Häuser, veraltete Trambahnen – in ein paar Ecken von Estlands Kapitale sieht es tatsächlich noch so aus wie zu Zeiten der sowjetischen Herrschaft. Dennoch hat sich seit dem Fall des eisernen Vorhangs eine Menge getan. Dank hoher Investitionen der skandinavischen Nachbarn Finnland und Schweden hat sich das nur 1,5 Millionen Einwohner zählende Land schneller entwickelt als seine baltischen Nachbarn Lettland und Litauen. Das lässt sich nicht nur an den gläsernen Banktürmen Tallinns ablesen, sondern auch an den westlich orientierten Cafés, Restaurants und Geschäften der Stadt.

Vom wirtschaftlichen Aufschwung profitiert auch Tallinns historischer Kern, der seit 1997 zum Weltkulturerbe gehört. Mit viel Liebe haben die Stadtväter ihre Altstadt restauriert, die im 13. Jahrhundert von dänischen Eroberern gegründet wurde und später unter der Herrschaft des Deutschen Ordens, der Schweden und des Zarenreichs stand. In bunten Farben leuchten nun die alten Kaufmannshäuser der ehemaligen Hansestadt, und überall erstrahlen Barockfassaden, Paläste und alte Kirchen in neuem Glanz.

Der Domberg: Mauern, Kirche und Paläste
Wer den Domberg durch das alte Tor erklimmt, landet direkt vor der Alexander-Newski-Kathedrale, einer russisch-orthodoxen Kirche mit fünf Zwiebeltürmen, die Ende des 19. Jahrhunderts erbaut wurde. Direkt gegenüber liegt das Herzstück des Dombergs, Schloss Toompea mit seiner schmucken Barockfassade, hinter der heute die estnische Regierung ihren Sitz hat.

Von der mittelalterlichen Burganlage, die dort vorher stand, sind nur die Mauern und drei Türme übrig geblieben. Einer davon ist der berühmte lange Hermann (45 Meter), auf dem seit Estlands Unabhängigkeit wieder die Landesfahne weht.

Kleiner Tipp: An der Nordseite des Schlosses befindet sich eine Aussichtsplattform, von der man einen gigantischen Blick über Tallinn und den finnischen Meerbusen hat. Von dort sieht man auch die Fähren, mit denen vor allem am Wochenende zahlreiche finnische Touristen von Helsinki nach Tallinn kommen.

Nur ein paar Schritte weiter steht die Domkirche. Der spätgotische Bau aus dem 13. Jahrhundert ist eine der ältesten Kirchen Estlands. Sehenswert sind die Grabmäler im Inneren, die mit Skulpturen und Wappen verziert sind.

Die Unterstadt: Gassen und Plätze mit Charme
Besucher können Tallinns Kulturerbe am besten zu Fuß erkunden. Die Altstadt teilt sich in Unterstadt und Domberg auf. Während der Domberg „Toompea“ im Mittelalter Sitz von Adel und Klerus war, lebten in der Unterstadt hauptsächlich Handwerker und Kaufleute, die Handelsbeziehungen im ganzen Ostsee-Raum unterhielten. Umgeben war das mittelalterliche Tallinn von einer 16 Meter hohen Mauer mit über 30 Wehrtürmen. Obwohl die Hälfte der Mauer zerstört wurde, gilt sie als eine der besterhaltenen Befestigungsanlagen in Nordeuropa.

Tallinns Unterstadt ist ein Labyrinth aus engen Gassen, in dessen Zentrum der Rathausplatz liegt. Prächtigstes Gebäude ist das Rathaus, ein im Baltikum einzigartiger spätgotischer Bau aus dem 15. Jahrhundert. Am besten man setzt sich in eines der gemütlichen Cafés und lässt die alte Architektur und das bunte Treiben auf sich wirken.

Auf der anderen Seite des Platzes steht die älteste Apotheke der Stadt, in der bereits vor 500 Jahren heilende Kräuter und Tinkturen über den Ladentisch gingen. Bis ins 20. Jahrhundert gehörte sie einer ungarischen Familie, die für ihre Heilkunst bekannt war.

Nicht weit entfernt in der „Piik-Gasse“ stehen sehenswerte Gildehäuser aus dem Mittelalter, als Tallinn noch eine florierende Hansestadt war. Hier befindet sich zum Beispiel die Große Gilde, ein typischer Hansebau, in der einst die wichtigsten Kaufleute der Stadt tagten. Heute hat das Museum für estnische Geschichte dort seinen Sitz. Nicht verpassen sollte man die Schwarzhäuptergilde ein paar Gassen weiter. Hinter der reichverzierten Renaissancefassade waren nur unverheiratete Kaufleute zugelassen.

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